Terminvergabe: Tel. 08561/981-97760
Ambulante Psychotherapie für Erwachsene am MVZ Rottal-Inn
Erkrankungen bewältigen, Herausforderungen meistern
Mit einer Psychotherapie am MVZ Rottal-Inn erhalten Sie ambulante Unterstützung, wenn es darum geht, psychische und psychosomatische Krankheiten zu bewältigen bzw. zu lindern oder Herausforderungen im Leben zu meistern.
Die psychotherapeutische Arbeit gründet auf der Verhaltenstherapie. Die Grundidee ist, dass das Verhalten, das zu psychischen Beschwerden führt, erlernt wurde und auch wieder verlernt werden kann, bzw. dass angemessenere Denk- und Verhaltensweisen erlernt werden können. Übergeordnetes Prinzip ist dabei die Hilfe zur Selbsthilfe. Das heißt, der Patient soll in der Therapie lernen, mit dem eigenen Leben (wieder) selbst zurechtzukommen. Nach Einsicht in Ursachen und Entstehungsgeschichte seiner Probleme werden dem Patienten Methoden an die Hand gegeben, die ihn ermächtigen sollen, seine psychischen Beschwerden zu überwinden. Der Patient kann dadurch gestärkt und mit langfristigen Lösungsmöglichkeiten aus der Therapie herausgehen. Die Verhaltenstherapie ist ein dynamisches Verfahren, das offen ist für neue Erkenntnisse und Methoden, deren Wirksamkeit belegt wurde, z.B. die Dialektisch-Behaviorale-Therapie (DBT) nach Marsha M. Linehan, die Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT) nach Steven C. Hayes oder die Schematherapie nach Jeffrey E. Young.
Psychische Erkrankungen sind häufig und sie lassen sich gut behandeln
Psychische Störungen sind häufig – jedes Jahr ist nach einer Studie der Technischen Universität Dresden* zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland etwa jeder dritte Deutsche von mindestens einer psychischen Störung betroffen. Laut der Stiftung Deutsche Depressionshilfe** erkrankt jeder fünfter Bundesbürger einmal im Leben an einer Depression. Anders ausgedrückt sind das 5,3 Millionen Menschen im Jahr, die eine behandlungsbedürftig Depression haben. Bei nahezu allen psychischen Erkrankungen ist die Psychotherapie ein zentraler, in seiner Wirksamkeit gut belegter Behandlungsansatz.
Welche Ziele hat eine Psychotherapie?
Eine Psychotherapie ist mit konkreten individuellen Zielen verbunden, die Patient und Therapeut gemeinsam erarbeiten. Ziele können beispielsweise sein:
- Aktive Bewältigung von belastenden/schmerzlichen Erlebnissen wie z.B. Trennung, Tod, Jobverlust
- Verbesserung des Umgangs mit den eigenen Gefühlen: diese zulassen und besser steuern können
- Förderung der Selbsteinsicht und Selbstakzeptanz
- Verbesserung des Selbstwertgefühls und der Selbstfürsorge: einen guten Umgang mit sich selbst lernen
- Stärkung der Selbstsicherheit
- Ängsten begegnen und sie überwinden
- Mit Stress und Perfektionsansprüchen anders umgehen, wieder zu Kräften kommen
- Bessere Gestaltung der sozialen Beziehungen, z.B. durch die Balance von Nähe und Abgrenzung
Welche psychische Erkrankungen und Beschwerden werden am MVZ Rottal-Inn behandelt?
- Depressive und bipolare Störungen
- Angststörungen
- Zwangsstörungen
- Reaktionen auf schwere Belastungen und Posttraumatische Belastungsstörungen
- Burnout-Syndrom
- Chronische Schmerzstörungen
- Somatoforme Störungen
- Essstörungen
- Problematische Persönlichkeitsstile
- Dissoziative Störungen
- Sexuelle Funktionsstörungen
Ausführliche Informationen sowie weiterführende Links und Lesetipps finden Sie finden beim Krankheits- und Beschwerde-Überblick unten auf dieser Seite.
Akute suizidale Krisen sowie Alkohol- und Drogenabhängigkeit können wir aufgrund der speziellen personellen und räumlichen Anforderungen im MVZ nicht behandeln. Unter „Adressen und Links“ finden Sie Adressen von entsprechenden Kliniken und Beratungsstellen.
Wartezeiten auf einen Therapieplatz
Auch bei uns kommt es zu Wartezeiten, wenn es darum geht, einen festen Therapieplatz zu bekommen. Da wir wissen, wie schwierig es sein kann, diese Zeit gut und erträglich für sich zu gestalten, haben wir auf der Seite „Adressen und Links“ Hilfestellungen zur Überbrückung der Wartezeit eingerichtet. Hier finden Sie Beratungsstellen, Onlineprogramme, Informationen, Tipps und Links.
* F. Jacobi · M. Höfler · J. Strehle · S. Mack · A. Gerschler · L. Scholl · M.A. Busch · U. Maske · U. Hapke · W. Gaebel · W. Maier · M. Wagner · J. Zielasek · H.-U. Wittchen
Psychische Störungen in der Allgemeinbevölkerung. Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland und ihr Zusatzmodul Psychische Gesundheit (DEGS1-MH)
Erschienen: Nervenarzt 2014 · 85:77–87, DOI 10.1007/s00115-013-3961-y, Online publiziert: 20. Januar 2014, © Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2014
Krankheiten und Beschwerden im Überblick
Depression und bipolare Störung
Depression
Bei einer Depression leidet der Patient hauptsächlich unter einer gedrückten Stimmung die v.a. durch negative, selbstabwertende, gleichgültige oder verzweifelte Gedankenmuster gekennzeichnet ist. Der Betroffene ist nicht in der Lage, sich aus dieser Negativspirale zu befreien und äußere Umstände heben die Stimmung höchstes vorübergehend. Parallel sind Antrieb und Aktivität vermindert. So können auch Alltagsaufgaben zu einer scheinbar unüberwindlichen Hürde werden oder sehr viel Energie kosten.
Weitere Symptome, die bestehen können:
Dinge, die früher Freude bereitet oder Interesse weckten, können vollständig an Bedeutung verlieren. Die Fähigkeit, sich auf Neues einzulassen und sich zu konzentrieren ist oft stark eingeschränkt. Ausgeprägte Müdigkeit/Erschöpfung kann selbst nach kleinsten Anstrengungen entstehen oder besteht dauerhaft. Hinzu kommen Schlafstörungen wie frühes Erwachen, erhöhtes Schlafbedürfnis und mangelnde Erholung. Typisch ist auch das Morgentief mit Besserung am Abend. Schuldgefühle, Selbstanklagen oder Grübeleien über die eigene Wertlosigkeit kommen häufig vor. Das führt zusammen mit der depressiven Verstimmung, der Müdigkeit sowie evtl. einer ausgeprägten Gereiztheit zur Einschränkung der sozialen Kontakte. Deutliche psychomotorische Hemmung, Gereiztheit, Appetitverlust, Gewichtsverlust und Libidoverlust sind weitere häufige Symptome.
Abhängig von Anzahl und Schwere der Symptome ist eine depressive Episode als leicht, mittelgradig oder schwer zu bezeichnen.
In schweren Fällen oder akuten Krisen kann es zu Selbstmordgedanken oder -Handlungen kommen. Sollten Sie diese bei sich selbst oder anderen wahrnehmen, nehmen Sie diese bitte ernst und kontaktieren Sie umgehend die Notfallambulanz einer psychiatrischen Klinik, den sozialpsychiatrischen Dienst oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst. Auch Polizei oder Notarzt helfen weiter. Adressen und Telefonnummern finden Sie auf unserer Seite Links und Adressen.
Bipolare affektive Störung
Die bipolare Störung bezeichnet Stimmungs- und Aktivitätsschwankungen zwischen zwei Extremen: von depressiv bis manisch-euphorisch. Diese wiederkehrenden Schwankungen sind nicht ausreichend durch äußere Anlässe zu erklären.
Während einer manischen Phase ist die Stimmung übertrieben gehoben, Antrieb und Aktivität sind stark erhöht. Wechselt der Patient in eine depressive Phase, leidet er an gedrückter Stimmung sowie vermindertem Antrieb und Aktivitätsniveau.
Quellen: ICD-10
Weiterführende Links:
Info für Betroffene Erwachsene, Angehörige und Interessierte:
www.deutsche-depressionshilfe.de
Info für Betroffene Erwachsene und Kinder, Angehörige und Interessierte:
www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org
Depressionen nach der Entbindung:
www.schatten-und-licht.de
Die oben bereitgestellten Informationen und Links können keinen Ersatz für eine ärztliche oder psychologische Beratung, Diagnose oder Behandlung sein. Wenn Sie an einer psychischen Erkrankung leiden, wenden Sie sich bitte an einen Arzt, einen Psychologen oder an eine Beratungsstelle.
Angststörungen
Unter Angststörungen versteht man im Wesentlichen Phobien, Panikattacken, soziale Ängste und die sogenannte generalisierte Angststörung.
Phobien
Eine Phobie ist die Angst vor bestimmten Situationen, Objekten oder Lebewesen, die an sich ungefährlich sind oder zumindest den Grad der Angst nicht rechtfertigen. Wenn möglich, werden diese Angstauslöser vermieden. Begleitende körperlichen Symptome einer Phobie können sein: Herzrasen, Schweißausbrüche, Schwächegefühl, Übelkeit, veränderte Atmung sowie erhöhte Muskelspannung. Diese führen wiederum häufig zu sogenannten sekundären Ängsten: die Furcht zu sterben, die Kontrolle zu verlieren oder wahnsinnig zu werden. Allein die Vorstellung der phobischen Situation kann Erwartungsangst auslösen und die Furcht vor den Sekundärängsten kann eine Spirale von Angst vor der Angst erzeugen. Phobische Ängste treten häufig zusammen mit einer Depression auf.
Als spezifische Phobien werden Ängste vor einzelnen Situationen oder Dingen bezeichnet: z.B. vor Spinnen, Tauben, Höhen, vor dem Fliegen, vor Blut, dem Zahnarzt, vor Gewittern oder bestimmten Nahrungsmitteln.
Agoraphobie (Platzangst)
Menschenmengen oder öffentliche Plätze, öffentliche Verkehrsmittel, Aufzüge, öffentliche Toiletten, Fahrstühle oder Reisen ohne Begleitung sind Beispiele von Angstauslösern bei Menschen mit Agoraphobie. Die Furcht, aus einer Situation nicht mehr herauszufinden oder keine Hilfe holen zu können sowie die vermeintliche Peinlichkeit einer öffentlichen Angstattacke sind meist Gegenstand dieser Phobie. Es gilt daher, die oben genannten Auslöser zu vermeiden. In schweren Fällen kann das dazu führen, dass der Betroffene das Haus nicht mehr verlassen kann.
Die Agoraphobie kann sich als Furcht oder mit ausgewiesenen Panikattacken (s.u.) darstellen.
Panikstörung (Panikattacken)
Der Betroffene einer Panikstörung erlebt schwere Angstattacken aus heiterem Himmel. Sie sind häufig nicht an bestimmte Situationen oder Auslöser gekoppelt und sind daher kaum vorhersehbar. Die Heftigkeit der Attacke kann schnell zu einer Angstspirale führen: der Betroffene lebt dauerhaft in der Angst vor der nächsten Panikattacke.
Panikattacken sind neben dem inneren Notgefühl durch schwere körperliche Begleitsymptome gekennzeichnet: Herzrasen, Brustschmerzen, Schweißausbrüche, Schwindel, Erstickungsgefühle und Entfremdungsgefühle (das Gefühl außerhalb der Realität zu stehen). Diese Symptome können wiederum die Angst auslösen, zu sterben, die Kontrolle oder den Verstand zu verlieren.
Panikattacken können auch während einer Depression auftreten oder parallel dazu bestehen.
Soziale Phobien
Betroffene einer sozialen Phobie sind überzeugt davon, dass andere Menschen sie prüfend, kritisch und wenig wohlwollend betrachten. Sie befinden sich ständig unter Druck, den vermeintlichen Ansprüchen der anderen zu entsprechen und sich nicht zu blamieren. Die Angst kann sich körperlich ausdrücken und den Betroffenen weiter belasten: Erröten, Harndrang, Übelkeit, Händezittern und die Vorstellung, diese Dinge in der Öffentlichkeit erleben zu müssen kann sogar dazu führen, soziale Kontakte ganz zu meiden. Dabei können diese sekundären Symptome fälschlicherweise für das eigentliche Problem gehalten werden. Die soziale Phobie kann auch die Form von Panikattacken annehmen.
Generalisierte Angststörung
Bei einer generalisierten Angststörung erleben die Betroffenen ein permanentes, mehr oder weniger ausgeprägtes Angstgefühl. Diese ist nicht auf bestimmte Umstände oder Objekte bezogen bzw. wird höchstens durch diese verstärkt. Die Dauernervosität drückt sich vielmehr in der Erwartung aus, dass etwas Schlimmes, Angstauslösendes jeden Augenblick geschehen könnte. Als konkrete Angst kann häufig eine unerwartete Erkrankung oder ein Unfall benannt werden. Diese Angst bezieht sich auch auf Angehörige und Freunde. Körperlich drückt sich die generalisierte Angststörung in erhöhte Anspannung, Herzklopfen, Schwindel, Benommenheit, Schwitzen und Verspannungen der Muskulatur aus. Auch Magenbeschwerden können dazugehören.
Quellen: ICD-10 · www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org
Weiterführende Links:
Deutsche Angst-Selbsthilfe (DASH):
www.panik-attacken.de
Aufklärung und Onlineberatung der Unabhängigen Patientenberatung (Infos unter Gesundheit > Krankheiten von A bis Z):
https://www.patientenberatung.de
Information für Betroffene und Angehörige in der Rubrik „Psychiatrie, Psychosomatik, Psychotherapie“ unter Störungen und Erkrankungen:
www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org
Zahlreiche Informationen für Betroffene Erwachsene und Angehörige:
https://www.angst-panik-hilfe.de
Die oben bereitgestellten Informationen und Links können keinen Ersatz für eine ärztliche oder psychologische Beratung, Diagnose oder Behandlung sein. Wenn Sie an einer psychischen Erkrankung leiden, wenden Sie sich bitte an einen Arzt, einen Psychologen oder an eine Beratungsstelle.
Zwangsstörungen
Zwangsstörungen zeichnen sich durch quälend erlebte, immergleiche Zwangsgedanken und/oder Zwangshandlungen aus. Der Betroffene kann sich nicht dagegen wehren, selbst wenn ihm meist bewusst ist, dass er selbst handelt und denkt. Zwangshandlungen übernehmen innerlich meist die Funktion der Vorbeugung: sie sollen gegen das Eintreten von (unwahrscheinlichen) unheilvollen Ereignissen schützen. Sie bieten auch Schutz gegen schädliche, aggressive Handlungen, die der Betroffene befürchtet ausführen zu müssen. Letztlich können die Zwangshandlungen Gefühle von Ekel oder Angst, die durch Zwangsgedanken entstanden sind, etwas lindern. Damit wird nachvollziehbar warum die Unterdrückung von Zwangshandlungen zur verstärkten Angst/Qual führt und der Betroffene sich selten selbst aus diesem Kreislauf befreien kann.
Zwangsgedanken
Grübelzwang, zwanghafte Ideen, sich aufdrängende bildhafte Vorstellungen oder endloses Abwägen: Zwangsgedanken sind für den Patienten quälend, zeitfressend und entziehen sich seiner Kontrolle. Häufig beinhalten sie aggressive oder schambesetzte Vorstellungen und lösen Angst, Ekel oder Unbehagen aus. Das führt dazu, dass viele Betroffene ihre Qual vor anderen verheimlichen und sich nicht trauen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dabei sind Zwangserkrankungen die vierthäufigste psychische Störung und haben die Neigung, unbehandelt chronisch zu werden. Ihre Ausdehnung führt zur eingeschränkten Leistungsfähigkeit sowie zu einem Rückzug aus Familien- und Sozialleben. Die Entscheidungsfähigkeit kann so weit eingeschränkt sein, dass alltägliche Entscheidungen nicht mehr möglich sind.
Zwangshandlungen/Zwangsrituale
Häufiges Händewaschen bis die Haut blutet, zigfach nach bestimmten Mustern wiederholte Kontrollen (z.B. ob die Haustür wirklich abgeschlossen ist) oder peinlich genaue Sauberkeit und Ordnung sind einige Beispiele von Zwangshandlungen. Obwohl die reine Handlung wirkungslos und nicht zielführend ist, ist sie wie oben beschrieben innerlich an eine Schutz-/Vorbeugefunktion geknüpft. Zwangshandlungen können enorm viel Zeit in Anspruch nehmen, bis zu mehreren Stunden am Tag. Leistungsfähigkeit und soziale Kontakte sind häufig reduziert. Wie bei den Zwangsgedanken erkennt der Betroffene die unfruchtbare Natur seines Tuns, kommt aber ebenso wenig dagegen an.
Vor Hilfe keine Scheu haben
Zwangserkrankte sollten sich nicht scheuen, sich einem Psychologen oder Psychiater anzuvertrauen. Sie können ein großes Stück Lebensqualität und Kontrolle über ihr Leben zurückgewinnen. Da Zwänge einen „Teufelskreis“ darstellen, ist es sehr schwierig, diesen ohne Hilfe von Außen zu durchbrechen. Grübelzwänge treten häufig in Verbindung mit einer Depression auf.
Quellen: ICD-10 · www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org
Weiterführende Links:
Deutsche Gesellschaft Zwangserkrankungen e.V. Patienten-, Angehörigen- und Fachwebsite mit Forum und Chat:
www.zwaenge.de
Online-Forum für Betroffene einer Zwangserkrankung und Angehörige:
www.zwangserkrankungen.de
Die oben bereitgestellten Informationen und Links können keinen Ersatz für eine ärztliche oder psychologische Beratung, Diagnose oder Behandlung sein. Wenn Sie an einer psychischen Erkrankung leiden, wenden Sie sich bitte an einen Arzt, einen Psychologen oder an eine Beratungsstelle.
Anpassungsstörungen und Traumafolgestörungen
Anpassungs- und Belastungsreaktionen bzw. -störungen entstehen nach eindeutigen und realen Veränderungen und Belastungen im Leben. Eine Belastungsreaktion bezieht sich auf ein schwerwiegendes Ereignis und bringt eine meist kurzfristige Reaktion mit sich. Eine Anpassungsstörung bezieht sich auf eine längerfristig angelegte Veränderung im Leben und zeigt sich entsprechend als längerfristige Störung (im Gegensatz zu einer vorübergehenden Reaktion).
Anpassungsstörungen
Anpassungsstörungen entstehen auf der Grundlage von einschneidenden Veränderungen und Belastungen im Leben. Sie zeigen sich meist innerhalb eines Monats nach diesen Ereignissen. Häufig betreffen diese Veränderungen das soziale Umfeld: beispielsweise führt eine Trennung zum Verlust vom Partner und gemeinsamen Freunden. Auch kann der Tod eines nahestehenden Menschen ein Loch in das bisherige soziale Netz reißen. Weitere Beispiele sind der Umzug in eine fremde Stadt, in ein fremdes Land oder auch Flucht aus dem Heimatland. Die fremde Umgebung kann den Verlust bisheriger Unterstützung oder Vernetzung bedeuten, eine neue Kultur und andere Werte.
Anpassungsstörungen können sich ebenfalls nach zunächst gewollten Entwicklungsschritten zeigen: Ruhestand, Aufnahme des Studiums, Eintritt in die Schule, die Geburt eines Kindes mit einschneidenden Veränderungen im Alltag und in der Beziehung der Eltern.
Die Symptome einer Anpassungsstörung sind variabel und können depressive Stimmung, Angst und Sorge umfassen. Ärger, Verbitterung, Trauer, Desinteresse, Einsamkeit oder Isolation sowie Bedrängnis sind häufig. Zusätzlich können körperliche Symptome entstehen, z.B. muskuläre Verspannungen, Rückenschmerzen, Verdauungsstörungen. Häufig besteht das Gefühl, den Alltag nicht mehr bewältigen zu können, ihn nicht steuern oder aushalten zu können. Sozialer Rückzug kann eine Folge sein, bei manchen auch aggressives oder gar dissoziales Verhalten.
Die Ausprägung der Störung wird von der Persönlichkeit und bisherigen Lebenserfahrungen des Betroffenen beeinflusst. Hat dieser im Allgemeinen gute Bewältigungsstrategien und eine gewisse Robustheit entwickeln können, fällt die Symptomatik weniger ausgeprägt aus, als bei jemandem, der sich beispielsweise häufig als wirkungslos oder hilflos erlebt hat. Dennoch wäre die Anpassungsstörung ohne einschneidende Veränderung oder Belastung vermutlich bei beiden nicht entstanden.
Posttraumatische Belastungsstörung
Die posttraumatische Belastungsstörung entsteht zumeist wenige Wochen oder Monate nach einer außergewöhnlichen Bedrohung oder ein Ereignis mit katastrophalem Ausmaß. Beispiele für solche Ereignisse sind sexueller und psychischer Missbrauch, Gewaltverbrechen, Krieg sowie Umwelt- und Naturkatastrophen. Auch wenn es Persönlichkeitsmerkmale gibt, die den Verlauf der Erkrankung erschweren können (zwanghafte oder neurotische Persönlichkeitszüge, frühere psychische Erkrankungen), sind die Ereignisse so schwerwiegend, dass sie bei fast jedem eine Belastungssymptomatik hervorrufen würden.
Typisch für die posttraumatische Belastungsstörung sind sogenannte Flashbacks: plötzliche Erinnerungen an das Trauma, die sich so real anfühlen, dass der Betroffene die traumatische Situation jedes Mal aufs Neue erlebt. Er kann diese überfallsartigen Erinnerungen nicht selbst steuern, sondern kann höchstens Aktivitäten und Situationen meiden, die ihm als Auslöser bekannt werden. Quälende Träume, Albträume und Schlafstörungen kommen regelmäßig vor.
Gleichgültigkeit, Freudlosigkeit und Teilnahmslosigkeit gegenüber der Umwelt sind gepaart mit einem Gefühl der Benommenheit oder Abgestumpftseins. Auf der anderen Seite besteht eine ausgeprägte Schreckhaftigkeit mit vegetativer Übererregtheit und dem Gefühl, ständig in Alarmbereitschaft zu sein. Angst, Depression und Suizidgedanken sind bei der posttraumatischen Belastungsstörung nicht selten.
Sollten Sie Selbstmordgedanken/-absichten bei sich selbst oder anderen wahrnehmen, nehmen Sie diese bitte ernst und kontaktieren Sie umgehend die Notfallambulanz einer psychiatrischen Klinik, den sozialpsychiatrischen Dienst oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst. Adressen finden Sie auf unserer Seite Adresse und Links.
Quellen: ICD-10 · www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org
Weiterführende Links:
Weisser Ring e.V., Hilfe für Opfer von Kriminalverbrechen:
https://www.weisser-ring.de
Das psychosoziale Netzwerk der Bundeswehr:
www.ptbs-hilfe.de/startseite.html
Hilfsorganisation für Angehörige von Gewaltopfern:
www.anuas.de
Telefonseelsorge:
www.telefonseelsorge.org
Tel.: 0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222, rund um die Uhr, kostenfrei
Die oben bereitgestellten Informationen und Links können keinen Ersatz für eine ärztliche oder psychologische Beratung, Diagnose oder Behandlung sein. Wenn Sie an einer psychischen Erkrankung leiden, wenden Sie sich bitte an einen Arzt, einen Psychologen oder an eine Beratungsstelle.
Burnout-Syndrom
Burnout-Syndrom
Der Begriff „Burn-out“ wurde erstmalig 1974 vom Psychiater Herbert Freudenberger verwendet. Er umschrieb damit einen Zustand emotionaler Erschöpfung, der mit anhaltender Müdigkeit, psychosomatischen Beschwerden, Zynismus, Distanziertheit und deutlich reduzierter Leistungsfähigkeit einherging. Diesen Zustand sah er als Folge eines Überengagements in sozialen Berufen.
Zwischenzeitlich wird Burnout nicht mehr den sozialen Berufen vorbehalten sondern kann in jeder Berufsgruppe vorkommen, wo sich Menschen überfordert fühlen und sich zwischen den ständig zunehmenden Ansprüchen des Arbeits- und Privatlebens aufreiben. Nachweislich muss kein vorangegangenes Überengagement bestanden haben: das Überforderungsgefühl kann bereits zu Beginn des Berufslebens vorhanden sein.
Trotz vieler Studien gilt Burnout bis heute nicht als wissenschaftlich anerkannte Diagnose, denn obwohl es Leitsymptome gibt, besteht kein einheitliches Beschwerdebild. Feststellen kann man, dass die Anzahl der Menschen steigt, die das Gefühl haben, berufliche Anforderungen in einem häufig als kränkend/bedrohlich wahrgenommenen Umfeld nicht mehr bewältigen zu können.
Häufige Symptome von Burnout
Symptome, die am häufigsten bei einem Burnout auftreten, sind diejenigen, die Freudenberger bereits 1974 beschrieb:
– Emotionale Erschöpfung
– Zynismus, Distanziertheit gegenüber der Arbeit oder Kunden/Klienten (wenig Einfühlung oder Engagement, Vorwürfe)
– Deutlich bis drastisch reduzierte persönliche Leistungsfähigkeit
Mögliche weitere Symptome
Weitere individuell ausgeprägte Symptome können sein:
– Anhaltende Müdigkeit, quälende Erschöpfung, Schlafstörungen
– Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren, Vergesslichkeit, Entscheidungsunfähigkeit
– Niedriger Antrieb und wenig Eigeninitiative, Gleichgültigkeit, Langeweile, Desillusionierung, Weinerlichkeit, Ruhelosigkeit, Verzweiflung
– Vorwürfe gegen andere, Verlust von Idealismus, Bitterkeit
– Partnerschafts- und/oder Familienprobleme
– Gefühl von fehlender Anerkennung
– Psychosomatische Beschwerden, z.B.: Schwächegefühl, Engegefühl in der Brust, Atembeschwerden, Rückenschmerzen, Übelkeit
Ursachen
Für die Entstehung eines Burnout-Syndroms gibt es keinen einzelnen Auslöser, sondern es kommen eine Vielzahl an Faktoren zusammen. Klar scheint es zu sein, dass aktuelle berufliche und gesellschaftspolitische Aspekte eine wichtige Rolle spielen: Leistungsdruck, Angst vor Kündigung, die Koppelung von beruflichem Erfolg mit dem Selbstwertgefühl, zwischenmenschliche Konflikte und Kränkungen am Arbeitsplatz, das Gefühl nur als Zahl gesehen zu werden, unsichere berufliche Zukunft, Mehrarbeit auf Kosten von sozialen Kontakten, hohe Anforderungen an Flexibilität und Mobilität usw. Klar scheint es aber auch, dass Menschen über unterschiedlich ausgeprägte Bewältigungsstrategien und gesundheitliche Robustheit verfügen. Was den einen herausfordert, überfordert den anderen. Andersherum kann jemand mit einer labilen Persönlichkeitsstruktur durch günstige berufliche Umstände aufblühen, während stabile Persönlichkeiten sich in besonders widrigen Umständen in einem Burnout-Zustand wiederfinden.
Persönliche Faktoren, die als hohes Risiko für eine Burnout-Erkrankung gelten:
– Perfektionistische Lebenshaltung, an die das Selbstwertgefühl gebunden ist: „Nur, wenn ich keine Fehler mache, 120 % gebe, allem und jedem gerecht werde und für alles verantwortlich bin, bin ich ein wertvoller Mensch und werde geliebt.“
– Geringe Kompetenzerwartung, d.h. keine Hoffnung, etwas tatsächlich zu schaffen oder eine Chance zu haben
– Ausgeprägtes Harmoniebedürfnis: „Alle müssen mich mögen, ich darf niemanden ärgern/kränken, Streit oder Konflikte dürfen nicht entstehen.“
– Das Gefühl, keine Kontrolle zu haben und von außen bestimmt und gesteuert zu werden; nur ein Rädchen im Betrieb, eine Marionette, ohnmächtig
Quelle: www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org
Weiterführende Links:
Information für Betroffene und Angehörige in der Rubrik „Psychiatrie, Psychosomatik, Psychotherapie“ unter Störungen und Erkrankungen:
www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org
TU Dresden. Informationen über Burnout sowie die Möglichkeit zur Teilnahme an der Studie:
https://burnout-studie.psych.tu-dresden.de
Pal Verlag von Dr. Doris Wolf und Dr. Rolf Merkle. Stichwortsuche „Burnout“:
https://www.palverlag.de
Die oben bereitgestellten Informationen und Links können keinen Ersatz für eine ärztliche oder psychologische Beratung, Diagnose oder Behandlung sein. Wenn Sie an einer psychischen Erkrankung leiden, wenden Sie sich bitte an einen Arzt, einen Psychologen oder an eine Beratungsstelle.
Somatoforme und chronische Schmerzstörungen
Somatoformen und psychosomatischen Störungen umfassen körperliche Beschwerden, die nicht oder nicht ausreichend durch organische Ursachen erklärt werden können, z.B. chronische Schmerzen, Schwindel, Bluthochdruck, Herzschmerzen und Kreislaufprobleme.
Somatisierungsstörung
Bei der Somatisierungsstörung erleben Patienten anhaltende körperliche Symptome, die nicht auf eine spezifische Region, auf ein Organ oder ein System (z.B. Atmung oder Verdauung) begrenzt sind. Vielmehr löst ein Symptom das vorherige ab oder kommt neu hinzu. Die Symptome erzeugen erheblichen Leidensdruck und Betroffene haben häufig eine Vielzahl an ergebnislosen Untersuchungen oder sogar Eingriffe hinter sich. Anders als bei der chronischen Schmerzstörung (s. ganz unten), kann keine körperliche Ursache für das Ausmaß des Leids und der Symptome gefunden werden. Die Belastung kann weitreichende Folgen für das Selbsterleben sowie für das Sozial- und Familienleben mit sich bringen.
Hypochondrische Störung
Betroffene einer hypochondrischen Störung leiden unter der Vorstellung oder Überzeugung, eine ernste, fortschreitende körperliche Erkankung zu haben. Normale oder unspezifische körperliche Symptome werden als Bestätigung dafür gesehen, sprich fehlinterpretiert. Diese können in der Folge akute Angst und Panik auslösen sowie Gefühle der Verzweiflung. Die vermeintliche Bedrohung bzw. Todesgefahr fühlt sich sehr real an. Obwohl die übersteigerte Natur der Angst dem Betroffenen durchaus klar sein kann, ist er nicht gut in der Lage, sie zu steuern oder zu relativieren. Die Aufklärung durch einen Arzt bringt meist keine wirkliche Erleichterung und unterliegt schnell der Vorstellung, der Arzt habe etwas übersehen oder nicht verstanden.
Die hypochondrische Störung betrifft meistens ein bis zwei Organe oder Organsysteme und der Fokus darauf ist anhaltend. Stress und Belastung können eine Verschärfung der Symptomatik mit sich bringen. Depressionen und Angst sind häufige Zusatzerkrankungen.
Somatoforme autonome Funktionsstörung
Anhaltende somatoforme Schmerzstörung
Hauptsymptom dieser Störung ist ein anhaltender, intensiver Schmerz der einen hohen Leidensdruck erzeugt. Anders als bei der chronischen Schmerzstörung (s. ganz unten), gehen die Schmerzen nicht auf eine körperliche Ursache zurück, sondern auf emotionale Konflikte oder auf Belastungen im sozialen Umfeld. Diese Konflikte beeinflussen maßgeblich die Ausprägung, Häufigkeit und Aufrechterhaltung der Schmerzen. Die Störung hat eine Signalwirkung an das Umfeld und sorgt häufig für intensive zwischenmenschliche und medizinische Unterstützung.
Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren
Quellen: ICD-10 · www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org
Weiterführende Links:
psychenet – Hamburger Netz psychische Gesundheit. Rubrik Psychische Gesundheit > Informationen
http://www.psychenet.de
Die oben bereitgestellten Informationen und Links können keinen Ersatz für eine ärztliche oder psychologische Beratung, Diagnose oder Behandlung sein. Wenn Sie an einer psychischen Erkrankung leiden, wenden Sie sich bitte an einen Arzt, einen Psychologen oder an eine Beratungsstelle.
Essstörungen
Unter Essstörungen werden im Wesentlichen Magersucht, Bulimie und Esssucht verstanden.
Magersucht (Anorexia Nervosa)
Die Magersucht wird durch einen auffälligen Gewichtsverlust mit resultierendem Untergewicht gekennzeichnet. Anfangs möglicherweise durch die konkrete oder diffuse Idee befeuert, schlanker werden zu wollen, verlieren Magersüchtige recht schnell die Kontrolle über Ihr Tun: Der Gewichtsverlust bzw. das häufig extrem niedrige Gewicht wird zum Zwang, zum Muss. Von diesem Gewicht hängen das Selbstwertgefühl, die Stimmung und der Ausblick auf das Leben ab – oft am seidenen Faden, denn bereits ein paar Gramm oberhalb des tolerierten Gewichts können tiefe Selbstzweifel, Selbsthass und Gefühle der Verzweiflung aktivieren. Bestimmte Körperstellen können regelrechten Ekel auslösen. Um „die Sache wieder in Ordnung zu bringen“ wird unerbittlich gehungert, trotz fehlender Energie Sport getrieben, werden Appetitzügler oder Abführmittel genommen. Manche Betroffene führen zusätzlich Erbrechen herbei.
„Stimmt“ das Gewicht wieder, kann dieser Umstand kurzzeitig eine beflügelnde Wirkung auf die Stimmung haben und zu Überlegenheitsgefühlen gegenüber normal- oder übergewichtigen Personen führen. Das Gefühl, doch etwas Kontrolle über das eigene Leben auszuüben, wird teuer erkauft. Meist werden immer neue Anstrengungen (Gewichtsabnahmen) benötigt, um die empfundene Unwirksamkeit und Schlechtigkeit des Selbst in Schach zu halten. So entsteht ein Teufelskreis, aus der Magersüchtige selten ohne Hilfe herausfinden und der sie in die Isolation treibt.
Am häufigsten von der Magersucht betroffen sind heranwachsende Mädchen und jungen Frauen. Dennoch wurde in den letzten Jahren ein verstärktes Aufkommen bei heranwachsenden Jungen und jungen Männern, bei Kindern vor der Pubertät und bei Frauen bis zur Menopause beobachtet.
Die körperlichen Symptome können aufgrund des Untergewichts, des Missbrauchs von Appetitzüglern und Diuretika sowie ggf. durch das Erbrechen vielfältig und gravierend sein. Hormonelle Störungen und metabolische Veränderungen-/Entgleisungen sind kennzeichnend. Haarausfall, Frieren, Schmerzen, Erschöpfung, mangelnde Konzentration, Benommenheit, Unruhe und Gereiztheit sind weitere Symptome.
Bulimie (Bulimia Nervosa)
Die Bulimie zeichnet sich durch wiederholte Essanfälle mit anschließendem Erbrechen und/oder Einnahme von Abführmitteln aus. Die Betroffenen sind in der Regel etwa normalgewichtig aber leiden meist nicht weniger unter der furchtbesetzten Kontrolle ihres Gewichts und ihrer Körperform als Magersüchtige. Da die Essanfälle und das Erbrechen meist im Geheimen stattfinden, führen Bulimiebetroffene neben ihrem öffentlichen, scheinbar so normalem Leben ein sehr einsames Parallel-Leben. Häufig kreisen die Gedanken unaufhörlich um den nächsten Essanfall, um die Möglichkeit zu erbrechen, um die Vermeidung von öffentlichen Esssituationen. Scham und die Angst, entdeckt zu werden, können quälend sein.
Die wiederholten Essattacken mit Erbrechen sowie der Missbrauch von Abführmitteln können zu Elektrolytstörungen und körperlichen Komplikationen führen. Zahnfleisch und Zähne können stark angegriffen sein.
Betroffene mit Bulimie machen vor Ausbruch der Krankheit oft eine Phase der Magersucht durch. Beide Krankheiten können ineinander übergehen, wobei die Verlagerung der Magersucht zur Bulimie hin häufiger ist.
Essattacken ohne Erbrechen/Esssucht
Bei der Esssucht handelt es sich häufig um ein Bewältigungsversuch von Belastungssituationen: Übermäßiges Essen kann als Reaktion auf schwierige Ereignisse, wie z.B. Trennung, Tod, Jobverlust, Geburt, Beziehungskonflikte verstanden werden. Essanfälle können auch eine Antwort auf die eigenen Gefühle sein, die häufig als schlecht steuerbar oder ungewollt erlebt werden: Frust und Wut werden besänftigt, Trauer und Schmerz gelindert, Zweifel zugedeckt.
Quellen: ICD-10
Weiterführende Links:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Für Betroffene, Angehörige, Lehr- und Mittlerkräfte:
http://www.bzga-essstoerungen.de
Aufklärung und Onlineberatung der Unabhängigen Patientenberatung. Infos unter: Gesundheit > Krankheiten von A bis Z
https://www.patientenberatung.de/
Die oben bereitgestellten Informationen und Links können keinen Ersatz für eine ärztliche oder psychologische Beratung, Diagnose oder Behandlung sein. Wenn Sie an einer psychischen Erkrankung leiden, wenden Sie sich bitte an einen Arzt, einen Psychologen oder an eine Beratungsstelle.
Persönlichkeitsproblematiken
Persönlichkeitsstörungen zeigen sich in auffälligen und individuellen Abweichungen im Wahrnehmen, Denken, Fühlen, in sozialen Beziehungen und in der Beziehung zu sich selbst, verglichen mit der allgemeinen Bevölkerung. Es handelt sich dabei um tief verwurzelte, anhaltende und häufig starre Verhaltensmuster. Manche Persönlichkeitsstörungen entstehen bereits früh im Leben, wenn nachteilige oder komplizierte soziale Erfahrungen aufgrund der Disposition (z.B. hohe Sensibilität) auf „fruchtbaren Boden“ fallen. Andere werden je nach persönlicher Entwicklung und Charakter des sozialen Umfelds erst später erworben, z.B. während der Pubertät. Beide bestehen im Erwachsenenalter weiter und bringen meist eine Einschränkung von normalen sozialen Aktivitäten sowie ein mehr oder minder ausgeprägtes Leidensgefühl mit sich.
Borderline-Störung (Emotional instabile Persönlichkeitsstörung des Borderline-Typs)
Bei der Borderline-Störung handelt es sich um eine schwerwiegende Persönlichkeitsstörung, die durch ausgeprägte Impulsivität und emotionale Instabilität gekennzeichnet ist. Soziale Beziehungen, Ziele und Präferenzen, die Beziehung zu sich selbst und gar die eigene Identität sind instabil und unterliegen hohen Schwankungen. Die Wahrnehmung des eigenen Körpers ist gestört, Schmerzen oder Gefahren werden häufig nicht richtig eingeschätzt oder gespürt. Der Betroffene erlebt seine eigenen Gefühle als heftig-schwankend, überwältigend und nicht steuerbar, was große innere Anspannung verursacht. Im Versuch, dieser Anspannung Herr zu werden, wird häufig auf selbstschädigendes Verhalten zurückgegriffen. Selbstverletzung, Drogeneinnahme oder riskante Aktivitäten lösen die Spannung kurzfristig und sorgen für sofortige Erleichterung. Die scheinbare Wirksamkeit verwandelt das selbstschädigende Verhalten schnell in ein weiteres, suchtartiges Problem.
Borderline-Betroffene haben massive Angst vor dem Alleinsein und leiden häufig unter einem chronischen Gefühl der inneren Leere. Sie führen instabile aber intensive Beziehungen. Viele berichten von frühen traumatischen (sozialen) Erfahrungen, wie sexueller Missbrauch oder emotionaler Vernachlässigung und von einem eher feindlich-gesinnten oder demütigendem Umfeld. Eine gesicherte Entstehungsursache der Borderline-Störung ist das Zusammentreffen von schwerwiegenden traumatischen Erfahrungen mit disponierenden genetischen Faktoren. Sie tritt häufig gleichzeitig mit anderen Persönlichkeitsstörungen in Erscheinung.
Paranoide Persönlichkeitsstörung
Die paranoide Persönlichkeitsstörung ist von großem Misstrauen geprägt. Freundlich gesinnte Handlungen oder Aussagen von anderen werden häufig verdreht und als feindlich oder zurückweisend erlebt. Kränkungen werden lange nachgetragen. In der Partnerschaft belastet häufig die paranoide, unberechtigte Vorstellung der sexuellen Untreue des Partners die Beziehung. Menschen mit dieser Persönlichkeitsstörung haben meist eine überhöhte Vorstellung der eigenen Rechte und fordern diese mit Nachdruck ein. Streitsüchtiges Verhalten, überhöhtes Selbstwertgefühl und starke Selbstbezogenheit erschweren insgesamt die sozialen Beziehungen.
Schizoide Persönlichkeitsstörung
Diese Persönlichkeitsstörung ist durch die Neigung zum Einzelgängertum und Zurückgezogenheit gekennzeichnet. Häufig wird die eigene Phantasiewelt echten Kontakten vorgezogen. Es besteht eine eingeschränkte Fähigkeit, Gefühle auszudrücken und in Beziehung zu setzen. Personen mit dieser Störung wirken in sich gekehrt und haben es schwer, Freude zu empfinden.
Zwanghafte (anankastische) Persönlichkeitsstörung
Bei der zwanghaften Persönlichkeitsstörung herrschen Zweifel, Perfektionismus, übertriebene Gewissenhaftigkeit, Engstirnigkeit und ein starkes Kontrollbedürfnis vor. Vorsicht und Inflexibilität sind charakteristisch. Unerwünschte Gedanken und Impulse, über die der Betroffene wenig Kontrolle hat, können belastend sein – erreichen aber nicht das Ausmaß einer Zwangsstörung.
Ängstliche (vermeidende) Persönlichkeitsstörung
Menschen mit einer ängstlichen Persönlichkeitsstörung werden von dauerhaften Ängsten, Zweifeln, Sorgen und Minderwertigkeitsgefühlen geplagt. Sie haben Angst vor Zurückweisung und reagieren auf Kritik äußerst empfindlich. Es besteht eine große Sehnsucht danach, gemocht, geliebt und akzeptiert zu werden. Gleichzeitig besteht eine eingeschränkte Beziehungsfähigkeit. Häufig werden mögliche Gefahren übertrieben stark interpretiert und Risiken „an jeder Ecke“ gewittert. Dies kann zu Vermeidung von Aktivitäten und zum Rückzug führen.
Abhängige (asthenische) Persönlichkeitsstörung
Bei der abhängigen Persönlichkeitsstörung liegt die Neigung vor, Verantwortung für das eigene Leben anderen zu überlassen. Gefühle der Hilflosigkeit und Inkompetenz sowie große Trennungsangst führen dazu, sich insbesondere älteren, kompetenten Personen unterzuordnen. Es besteht kein Vertrauen in das eigene Vermögen, Entscheidungen zu treffen, Verantwortung zu tragen oder darin, das Leben eigenständig zu meistern. Bei Schwierigkeiten wird häufig passiv bis dankbar zugelassen, dass andere die Zügel in die Hand nehmen.
Dissoziale Persönlichkeitsstörung
Menschen mit einer dissozialen Persönlichkeitsstörung geraten häufig mit der Gesellschaft in Konflikt. Sie haben eine niedrige Frustrationstoleranz und neigen zu Gewaltausbrüchen (verbal und/oder physisch). Sie lassen sich nicht von Empfindungen anderer berühren und zeigen diesbezüglich Desinteresse und Kälte. Soziale Verpflichtungen und Normen haben für sie keine Bedeutung und ihr Verhalten lässt sich auch nicht durch nachteilige Konsequenzen oder Strafen beeinflussen. Sich selbst und anderen gegenüber machen sie scheinbar rationalen Argumenten für ihr Verhalten geltend.
Histrionische Persönlichkeitsstörung
Die histrionische Persönlichkeitsstörung ist durch Theatralik (übertriebene Darstellung von Situationen und Gefühlen), Impulsivität und emotionalen „Achterbahnfahrten“ gekennzeichnet. Es besteht ein Verlangen nach ständiger Aufmerksamkeit und Anerkennung, die zu Rücksichtslosigkeit gegenüber den Bedürfnissen anderer führt. Gekoppelt mit einer erhöhten Kränkbarkeit kann das zu einer schweren Belastung der sozialen Beziehungen werden. Es besteht ein Hunger nach äußeren Reizen, die sich auch in Genusssucht ausdrücken kann.
Quellen: ICD-10 · www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org
Weiterführende Links:
Information für Betroffene und Angehörige in der Rubrik „Psychiatrie, Psychosomatik, Psychotherapie“ unter Störungen und Erkrankungen:
http://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org
Die oben bereitgestellten Informationen und Links können keinen Ersatz für eine ärztliche oder psychologische Beratung, Diagnose oder Behandlung sein. Wenn Sie an einer psychischen Erkrankung leiden, wenden Sie sich bitte an einen Arzt, einen Psychologen oder an eine Beratungsstelle.
Dissoziative Störungen
Charakteristisch für dissoziative Störungen ist der Zusammenbruch der Integrität von Gefühlen, Wahrnehmungen und der eigenen Identität: d.h. der Betroffene erlebt sich selbst oder seine Gefühle und Erlebnisse nicht mehr als zusammenhängend, sondern in Teilbereichen als abgespalten. Am ehesten lässt sich das mit dem Gefühl „neben sich zu stehen“ umschreiben. Dissoziation tritt häufig in Zusammenhang mit traumatischen Erfahrungen auf, wie z.B. schwerer Missbrauch, Naturkatastrophen und Unfällen.
Dissoziative Störungen sind durch starke körperliche Symptome gekennzeichnet, für die es keine oder keine ausreichende organische Grundlage gibt. Sie treten oft mit veränderlichen Symptomen auf und beschränken sich selten auf eine einzelne Kategorie (s.u.). Häufig treten sie in Verbindung mit anderen psychischen Krankheiten wie Depression, Schizophrenie oder einer Borderline-Störung auf.
Dissoziative Amnesie (Gedächtnisverlust)
Hier bestehen Erinnerungslücken für bestimmte Lebensphasen, für schwerwiegende Ereignisse oder selten auch für das ganze Leben. Fast immer lassen sich traumatische Erfahrungen ausmachen, die vor dem Einsetzen des Gedächtnisverlusts stattgefunden haben. Die Amnesie stellt einen Schutz- und Bewältigungsversuch der überforderten Psyche dar.
Dissoziative Fugue (zwanghaftes, zielloses Weglaufen)
Betroffene einer dissoziativen Fugue verlassen plötzlich und ohne erkennbaren Grund ihr gewohntes Umfeld (z.B. Arbeitsplatz oder Zuhause) und gehen ohne Ziel fort. Es besteht ein Zustand der Verwirrung über die eigene Identität oder es wird eine neue angenommen. Nach außen kann dieses Verhalten auf Fremde völlig normal wirken. In Wirklichkeit weiß der Betroffene nicht, warum er wegläuft, noch wie er heim findet. Nach seiner Flucht („fugue“ – französisch für Flucht) kann er sich weder an den Vorfall, noch an den Auslöser erinnern.
Dissoziativer Stupor (Starrezustand)
Betroffene eines dissoziativen Stupors reagieren nicht mehr auf äußere oder innere Reize. Sie bewegen sich nicht oder kaum, sprechen, essen oder trinken kaum. Es ist nicht möglich, mit ihnen zu kommunizieren. Auch hier lässt sich meist ein vorangegangenes traumatisches Ereignis feststellen.
Dissoziative Trancen oder Besessenheit
Bei einem dissoziativen Trancezustand verliert der Betroffene das Gefühl seiner Identität sowie die Wahrnehmung für seine Umgebung. Die dissoziative Besessenheit zeigt sich als die Überzeugung, von einer fremdem Macht gesteuert und beherrscht zu werden. Beide Zustände werden nicht durch Drogen oder andere Substanzen herbeigeführt sondern sind psychischen Ursprungs.
Dissoziative Bewegungsstörungen
Dissoziative Bewegungsstörungen zeichnen sich durch den vollständigen oder teilweisen Verlust der Bewegungsfähigkeit eines oder mehrere Körperteile aus. Das kann sich beispielsweise als Sprech- bzw. Gehunfähigkeit äußern oder sich in Koordinationsstörungen zeigen. Diese starke körperliche Symptomatik ist psychogenen Ursprungs.
Dissoziative Krampfanfälle
Dissoziative Krampfanfälle wirken im Bewegungsmuster häufig wie epileptische Anfälle. Meist fehlt aber ein vollständiger Bewusstseinsverlust und typische Symptome eines epileptischen Anfalls fehlen: Zungenbiss, Stürze mit Verletzungsfolgen und Einnässen kommen in der Regel nicht vor. Unter dieser Kategorie der dissoziativen Störungen fallen auch Anfälle, die Ohnmachts- oder Wutanfällen ähneln.
Dissoziative Sensibilitäts- und Empfindungsstörungen
Hier handelt es sich um Gefühlsstörungen der Haut, entweder an bestimmten Stellen oder am ganzen Körper. Sehr selten kann die Fähigkeit zu Riechen, Schmecken oder zu Sehen verloren gehen. Die Symptome entsprechen nicht tatsächlichen neurologischen oder physiologischen Erkrankungen, sondern stimmen bezüglich Lokalisation und Ausprägung eher überein mit der Vorstellung des Patienten über die Abläufe in seinem Körper.
Dissoziative Identitätsstörung (Multiple Persönlichkeitsstörung)
Betroffene mit einer multiplen Persönlichkeitsstörung haben mindestens zwei voneinander getrennte Teilidentitäten, die meist nicht voneinander wissen. Je nachdem, welche Identität gerade „aktiv“ ist, übernimmt diese die Steuerung des Verhaltens und verfügt über ihre eigenen Erinnerungen. Wechselt die Identität, können Verhalten und Erinnerungen ganz anders aussehen. Als Auslöser gelten schwere Missbrauchstraumata in der Kindheit; die Aufspaltung der Identität stellt einen Bewältigungs- oder auch Überlebensversuch dar.
Quellen: ICD-10 · www.aerzteblatt.de
Weiterführende Links:
Vielfalt e.V., ein Verein, der über Dissoziation informiert und dissoziierende/multiple Menschen unterstützt:
www.vielfalt-info.de
Deutschsprachige Gesellschaft für Psychotraumatologie:
www.degpt.de
Wildwasser e.V. – Beratung für Frauen und Mädchen, die sexualisierte Gewalt erfahren haben:
www.wildwasser.de
Die oben bereitgestellten Informationen und Links können keinen Ersatz für eine ärztliche oder psychologische Beratung, Diagnose oder Behandlung sein. Wenn Sie an einer psychischen Erkrankung leiden, wenden Sie sich bitte an einen Arzt, einen Psychologen oder an eine Beratungsstelle.
Sexuelle Funktionsstörungen
Sexuelle Funktionsstörungen erschweren oder verhindern eine erfüllte sexuelle Beziehung und können einen großen Leidensdruck erzeugen: Versagensängste, Unsicherheit, Rückzug, Schuldgefühle, Scham und Scheu sind häufige Begleiter. Konflikte und Kommunikationsschwierigkeiten in der Partnerschaft, negative Erfahrungen oder feindliche/abergläubische Einstellungen im Elternhaus können eine bedeutsame Rolle spielen.
Unterscheiden lassen sich bei sexuellen Funktionsstörungen solche mit psychischem Erscheinungsbild und solche mit scheinbar rein körperlichen Symptomen. In beiden Fällen sind meist sowohl psychische als auch somatische Aspekte vorhanden.
Die Scheu, über sexuelle Probleme zu sprechen oder sich Hilfe zu holen ist sehr hoch. Dabei wird davon ausgegangen, dass ein Drittel der Bevölkerung vorübergehend davon betroffen ist und ca. 10 % dauerhaft*. Bei körperlich und/oder psychisch kranken Menschen geht man davon aus, dass etwa 50 % unter sexuellen Funktionsstörungen leiden*. (*Quelle: Lexikon der Psychologie, Stichwort „Sexuelle Funktionsstörungen“ auf www.spektrum.de).
Sexuelle Unlust, sexuelle Aversion und mangelnde sexuelle Befriedigung
Bei sexueller Unlust fehlt das sexuelle Verlangen oder es ist vermindert. Kommen Angst und die Vermeidung von sexuellen Beziehungen hinzu, wird von sexueller Aversion gesprochen. Bei mangelnder sexuelle Befriedigung besteht eine sexuelle Beziehung, doch wird der Orgasmus ohne Lust erlebt.
Gesteigertes sexuelles Verlangen
Bei dieser Störung geht es nicht um ein besonders aktives Sexualleben sondern um ein zwanghaftes Verhalten: Betroffene begeben sich zunehmend suchtartig auf der Suche nach sexueller Erfüllung. Obwohl sie ihr Verlangen ausleben, sind sie nicht in der Lage tatsächliche Befriedigung zu erleben und die Beziehungsfähigkeit ist meist gestört.
Störungen der körperlichen sexuellen Reaktionen
Unter diesen Störungen versteht man bei Männern Erektionsschwierigkeiten bis hin zu Impotenz. Die Erektion wird dabei nicht oder nicht ausreichend für den Geschlechtsverkehr erreicht. Bei Frauen kommt es zu mangelnder oder fehlender vaginaler Gleitfähigkeit.
Orgasmusstörungen treffen beide Geschlechter: hier wird der Höhepunkt nur sehr schwer (spät) oder gar nicht erreicht.
Vorzeitiger Samenerguss (Ejaculatio praecox)
Diese Störung zeichnet sich durch die fehlende Kontrolle über die Ejakulation aus: so verhindert ein vorzeitiger Samenerguss regelmäßig den für beide Partner befriedigenden Geschlechtsverkehr.
Scheidenkrampf (Nichtorganischer Vaginismus)
Beim nichtorganisch bedingten Scheidenkrampf verkrampft sich die Beckenbodenmuskulatur unwillkürlich: das Eindringen in die Vagina wird dadurch unmöglich oder kann nur unter Schmerzen stattfinden.
Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Nichtorganische Dyspareunie)
Die meisten Schmerzen beim Geschlechtsverkehr gehen auf einer der obigen Störungen zurück oder haben organische Ursachen. Dennoch können beide Geschlechter unabhängig davon Schmerzen empfinden. Diese können auf negative Erfahrungen zurückgehen oder auf das Schmerzgedächtnis: erlebte Schmerzen bei sexuellen Erlebnissen haben die Verknüpfung Sex = Schmerz geschaffen und der Betroffene erlebt nun immer Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.
Quellen: ICD-10 · netdoktor.de
Weiterführende Links:
Information über Sexualstörungen des Mannes mit Online-beratung finden Sie auf der Website der Unabhängigen Patientenberatung (unter Gesundheit > Krankheiten von A–Z):
https://www.patientenberatung.de
Frauenärzte im Netz:
http://www.frauenaerzte-im-netz.de
Profamilia (mit Online-Beratung – Rubrik Erwachsene, Sexualität und Partnerschaft)
www.profamilia.de
Die oben bereitgestellten Informationen und Links können keinen Ersatz für eine ärztliche oder psychologische Beratung, Diagnose oder Behandlung sein. Wenn Sie an einer psychischen Erkrankung leiden, wenden Sie sich bitte an einen Arzt, einen Psychologen oder an eine Beratungsstelle.

